Museumstag am 21. Mai: Hof Haina

Der ganze Hof stand voller schöner Blumen von Engelhardt

Da war ganz schön was los in unseren acht Museen. Der Sonntag stand unter dem Motto »Museum mit Freude entdecken« Das sonnige Wetter trug auch zu einem ausgezeichneten Besuch im Bauernhausmuseum von Inhaberin Gabriele Freyer und Michael Kraft bei. Auf dem Hof des Museums wartete die Baumschule Engelhardt mit Inhaberin Christine Schwarzer mit zahlreichen Blumenarrangements, die auf dem Blumenmarkt gekauft werden konnten, auf und setzte einen Farbtupfer am Museum im Dreiseit-Hof. Während zahlreiche Besucher das Angebot der Information im Museum wie in der Küche, der »Gudd Stobb«, den Vorführungen zur historischen Textilgewinnung, der Küche und der Räume im Obergeschoss mit dem Webstuhl nutzten, konnten im Hof das Handwerk des »Stock-Schnitzers«, der … weiterlesen

Bücher über Biebertal in der Bücherei am Bornberg

Über diese 4 Ortsteile gibt es in der Bücherei viel zu lesen

Im Biebertaler-Bilderbogen wird die Geschichtsseite sehr gerne gelesen.

Wer mehr wissen möchte, dem sei der Besuch der Bücherei Biebertal in der neuen Schule am Bornberg empfohlen. Wer weiß, dass es im 16. Jahrhundert mal eine Türkensteuer gab? Damals stand das türkische Heer vor Wien und sollte vertrieben werden .

Natürlich darf der Dünsberg nicht fehlen. Königsberg, Krumbach und Frankenbach fehlen leider im Regal. (mit der Signatur Dak)

Im Laufe der Zeit wurde eine ganze Menge geschrieben und fotografiert, z.T. von einzelnen Autoren wie Günter Leicht, Frank Reif oder Ernst Schmidt und Dieter Prinz. Die Fotos zeigen nur einen Teil der Arbeiten dieser Autoren. Dieter Prinz hat … weiterlesen

Emmi Blüder aus Frankenbach, dritter und letzter Teil

Emmi kann auch ernst gucken

In den ersten 50 Lebensjahren hat Emmi die meisten Lebensmittel für ihren Haushalt selber produziert.
Ein wichtiger Wintervorrat war der selbstgemachte „Hink“. Er wurde aus Zuckerrüben zubereitet, die natürlich auf den eigenen Feldern gewachsen waren. Dazu mussten die Rüben gründlich gereinigt, zerkleinert und gekocht werden. Zerkleinert wurden sie in einer Rübenmühle, die es in jedem landwirtschaftlichen Betrieb gab, musste doch das Futter für die Schweine auch zerkleinert (und in der Regel mit anderen Zutaten gemischt) werden.

links Rübenmühle, rechts 2 Latwerge-Rührer (Museum Alzey)

Anschließend wurde der Saft ausgepresst und nun unter Zugabe geschälter Birnen und entsteinter Zwetschgen stundenlang im Waschkessel gekocht, bis er dick war. Dabei musste ununterbrochen gerührt werden mit einem Hinkrührer (oder weiterlesen

Emmi Blüder aus Frankenbach, Teil 2

Emmi in ihrer Küche am 28. April 2021

Die erste Folge endete damit, dass Emmi seit Beginn ihrer Ehe viel Brot gebacken hat. Darum schließt das Rezept hier an:

Interessant war auch die Beschaffung des Mehls bzw. der Molkereiprodukte. Den Begriff Nachhaltigkeit verwendete niemand, aber aus heutiger Sicht war es genau das. In der Wilhelmstraße existierte eine kleine Molkereiannahmestelle, die zu einer Molkerei in Herborn gehörte. Dort gab es auch Butter, Sahne oder Käse entsprechend der gelieferten Milchmenge. Emmi butterte aber noch selber. Und woher kam das Mehl?

Reehmühle etwa. 1958
In der Schmelzmühle wurde ab 1986
nicht mehr gemahlen

Es gab noch erstaunlich viele Geschäfte im Dorf. Allerdings konnte sich nicht jeder den Einkauf dort leisten. Emmi war das … weiterlesen

Emmi Blüder aus Frankenbach

Emmi im Interview am 28. April 2021

Christoph Haus hatte die Idee, die ältesten Bürgerinnen oder Bürger aus den einzelnen Dörfern zu interviewen. Emmi Blüder ist nur die zweitälteste in Frankenbach, aber sie lässt sich befragen und stellt sich gleich selber vor.

Emmis Eltern als Hochzeitspaar

Emmis Eltern waren sehr jung als sie heirateten, 18 und 19 Jahre. Der Vater arbeitete unter anderem als Knecht in Hohensolms, aber auch im Bergwerk bei Gießen. Mit 26 Jahren starb er an Lungenentzündung. Die Großeltern mütterlicherseits waren sehr arm. Die Großmutter hatte 8 Kinder zu versorgen, von denen die meisten schon im Alter von 20-30 Jahren starben. Der Großvater ging ins Bergwerk nach Fellingshausen. Emmis Mutter musste sich nach dem Tod ihres Mannes … weiterlesen

Der Dünsberg

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Mit diesem Anblick grüßt der Dünsberg die Bewohner und Besucher (Foto Lindemann)

Der Dünsberg ist der zentrale Mittelpunkt in Biebertal und mit 498 Metern auch der höchste Punkt des Ortes. Er bildet eine inselartige Erhebung in ansonsten flachwelliger Landschaft und ist schon in 40-50km Entfernung sichtbar. Aus diesen Grunde war er schon 1867 in die preußische Landvermessung einbezogen. Ein Stein im Innern des Dünsbergturmes erinnert daran. Der kegelartige Berg besteht aus Kieselschiefer, der von etwa 360 Millionen Jahren entstand. Besiedelungen sind bereits seit der Jungsteinzeit und er Bronzezeit nachgewiesen. Seit 800 vor Christus wurde der Berg systematisch besiedelt; im 3. Jahrhundert entstand die heute noch sichtbare Ringwallanlage zum Schutz der etwa 2000 Einwohner, die einen intensiven Eisenabbau betrieben. Warum … weiterlesen

Hilde Schlinke – ein Leben wie sieben Leben (3)

Engagement erhält jung (Foto Tochter)

Das fünfte Leben: (ab 1991)
1991 wurde der Förderverein Sozialstation Biebertal gegründet, in dem Hilde Schlinke von Anfang an dabei war. In diesem Rahmen lernten wir uns um 2014 in der Bücherei kennen, denn die Organisation von Vorlesungen für die Seniorenrunde lag ihr sehr am Herzen. Hilde Schlinke liest sehr gerne Biographien, z.B. von Auswanderern, interessiert sich für fremde Länder und Lebensarten und für Geschichte. Aber Hilde war auch maßgeblich an der Organisation der vielen Busreisen in deutsche Landschaften beteiligt, die die Biebertaler Senioren seit ihrem Bestehen in jedem Jahr durchführten. Die Reisen dauerten  5-6 Tage. Das Organisationsteam sorgte für gute, behindertengerechte Hotels, Wege und Führungen, bei denen alle mithalten konnten. Diese Fahrten wurden mittlerweile … weiterlesen

Hilde Schlinke – ein Leben wie sieben Leben (2)

Das dritte Leben (1961- 1975)
Nach der Rückkehr aus Südafrika zog Hilde mit den Kindern zuerst ins Elternhaus, weil die Wohnung in Rodheim noch nicht fertig war. Wenn auch nur kurze Zeit, so empfand sie die dortige Enge sehr bedrückend. Bis 1975 kümmerte sie sich um die Erziehung der Kinder, um Haus und Garten, kochte ein, nähte, denn die Lebenshaltungskosten waren hoch; und die Kinder brauchten viel mehr Kleidung als in Südafrika. Es gab viele Termine, vor allem wegen der Sportbegeisterung ihrer Kinder. Das Haus in der Berliner Straße wurde gebaut. Bodo wechselte zum Hessischen Straßenbauamt, wo er bis zur Rente blieb und sich wohlfühlte. Maßgeblich arbeitete er in der Bauaufsicht an der neuen A45.  
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Hilde Schlinke – Ein Leben wie sieben Leben (1)

Hilde Schlinke lernte ich 2014 in der Bücherei Biebertal kennen. Im Gespräch merkte ich schnell, was für eine interessante Frau ich vor mir hatte. Und wir teilen zwei Gemeinsamkeiten: Die Liebe zu Büchern und einen Aufenthalt in Südafrika. Inzwischen habe ich (auch durch den Bilderbogen) gemerkt, dass es etliche Menschen in unserer Gemeinde gibt, die viel zu erzählen haben. Das Interview mit Hilde ist der Auftakt. Im Laufe der Zeit möchte ich weitere Persönlichkeiten vorstellen. Das sollen gerade nicht die sein, die ohnehin im Licht der Öffentlichkeit stehen. Sollten Sie Vorschläge haben, wen ich mal interviewen kann, so mailen Sie Ihre Idee an: info@biebertaler-bilderbogen.de

Hilde Schlinke vor Andenken an Südafrika Februar 2021

Das erste Leben (1929 – 1953): Hilde … weiterlesen