Eltern wollen helfen Kitas voran zu bringen; 2

Rund 100 Besucher folgten der Einladung der Elterninitiative für gute Kitas in Biebertal am 29. 2. 2024 in die Gaststätte „Zur Post“ in Fellingshausen, hörten zu und diskutierten.
Schon nach kurzer Zeit beteiligten sich viele Eltern an der Initiative für gute Kitas in Biebertal. Inzwischen sind es etwa 150 Mütter und Vätern, die sich zusammengetan haben, um Bewegung in die Kinderversorgung in Biebertal zu bringen. Dazu boten sie auch tatkräftige Unterstützung in der Kinderversorgung selbst an.
Sie pochen auf die gesetzlich zugesicherten Betreuungsplätze, für die letztlich der Kreis letztlich zuständig ist, aber auch die Gemeinde wie die Träger der Kitas; und sie wollen die Möglichkeit, ihr Leben, ihre Zeit, ihre berufliche Zukunft, ihre finanzielle Sicherheit und die Versorgung ihrer Kinder sicher planen können.


Nach der 1. Runde des Vortragens (siehe Teil 1) kam nach einer Pause die Zeit der Fragen und Antworten.
Dafür wurde die Fish Bowl Methode gewählt; u.a. mit den Ergebnissen einer Elternumfrage.

Nach kurzer Einführung in die Vorgehensweise folgte je eine kurze Vorstellung des Diskussionsthemas für Runde 1 bzw. 2:

Immer wieder war in den Diskussionen die verheerende Situation in der Kita Rodheim Thema. Eine Mutter z.B. berichtete, dass das Flachdach bereits undicht war, als sie selbst als Kind in der Einrichtung war. Seit Jahren wird die Schimmelbildung in den Räumlichkeiten von der Kita-Leitung dokumentiert und bekannt gemacht. Aktuell wurde deswegen sogar ein Gruppenraum gesperrt.
Dekan Witte-Karp jedoch versicherte dazu nur, dass der Schimmel wiederholt von Fachleuten begutachtet und entfernt wurde. Die Messungen der Innenraumluft hätten keine gesundheitsgefährdende Schimmelbelastung gezeigt.
Gerade darum aber machen sich die Eltern Sorgen und halten von derlei Versicherungen wenig.
Weiteres Problem – falls das gesamte Gebäude auf Empfehlung bereits dreier Architekten ein Sanierungsfall sei – müsste die Kita 4 bis 5 Jahre lang ausgelagert werden. Dafür kündigte jetzt eine Vertreterin der Kirchengemeinde Bieber an, dass sie Ihre Kirche wie auch Gemeinderäume für die Rodheimer Kita-Gruppen zur Verfügung stellen könnten: was sie vor zwei Jahren noch vehement abgelehnt hatten. Auch zu den großen Sanierungsaufgaben in der Rodheimer Kita zeigte sich ein Kirchenvorstandmitglied völlig überrascht; davon hätte man nicht gewusst.
Das scheint angesichts der vorausgegangenen Meldungen wenig glaubwürdig. Aber, würde nun saniert, würde die Kirche ihre Immobilie nach dem aktuellem Vertag, mit 50%iger Kostenbeteiligung der Gemeinde ertüchtigen.

Für die Kita »Fuchsbau« in Fellingshausen fordern die Eltern eine schnelle Erweiterung um eine zusätzliche Kindergruppe, wie auch Sanierung des Kinderbades.
Doch nicht nur hier war zu sehen, wie viele bürokratischen Hürden – von Faktorpunkten, die es für die oftmals altersübergreifenden Kita-Gruppen zu berechnen gilt, bis hin zu langwierigen Genehmigungsverfahren, derartige Vorhaben erschweren.
Auch kann die Gemeinde in fremde Immobilien investieren, noch gibt es dann Fördergelder, die für eine Kita.-Erweiterung notwendig wären.
Zudem würde auch hier während der Bauarbeiten eine Auslagerung der Kinder notwendig und, ganz abgesehen davon, würde ein Ausbau keine neuen Spielflächen im Außenbereich bringen. Modularer Neubau ist da viel sinnvoller.

Lisa Keil (im Bild re., stehend) moderierte.

Zum Schluss der Veranstaltung überreichte die Gruppe eine Unterstützer-Unterschriften-Liste an die Bürgermeisterin, die die Forderungen der Elterninitiative begrüßen.

Zum Ende der Veranstaltung mit Abspann der Power-Point-Präsentation folgten noch weiter persönliche Diskussionen im Raum.


Im Nachspann das versprochene Positionspapier der Elterngruppe:

Fotos: Lindemann, Power Point Präsentation: Lisa Keil

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